Danganronpa 2: Goodbye Despair

Story
9.5
Atmosphäre
8
Gameplay
3.5
Qualität
7.5
Ein würdiger Nachfolger auf dem Level von Danganronpa: Trigger Happy Havoc! Statt in der Schule sind wir diesmal auf Klassenfahrt: Aber wie sind wir auf diese gottverlassene Insel gekommen? Und was macht Monokuma hier!?

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Danganronpa: Trigger Happy Havoc – Unser Test

Here we go again

Ich weiß was ihr denkt: „Danganronpa? War das nicht der Anime mit dem komischen Bär?“

Da hat wohl jemand aufgepasst, denn ja! es geht um den komischen Bär. Aber einen Anime präsentieren wir euch heute nicht, sondern das Original: unser Danganronpa – Trigger Happy Havoc Test.

Das kommt mir doch bekannt vor…

Danganronpa ist nur mit einer ganzen Menge Fantasie als RPG zu bezeichnen, was also machen wir damit bei QRPG? Visual Novels… Moment mal, habe ich genau diese Diskussion nicht schonmal geführt? Natürlich habe ich das, und zwar in unserem ersten Review von Danganronpa: Trigger Happy Havoc.

Falls ihr den ersten Teil der Danganronpa Serie noch nicht angegangen habt und noch nicht einmal das vorherige Review gelesen habt, dann raus aus meiner Textbox!

Aber im Ernst, dieses Review ohne Vorkenntnisse zu lesen ist nicht zu empfehlen, denn viele der hier angesprochenen Themen werden in diesem Fall keinen Sinn ergeben. Wenn ihr euch trotzdem für die Danganronpa Reihe interessiert, fangt einfach mit unserem ersten Review im Link an.

Vielen Dank fürs Zuhören und fröhliches Töten Ermitteln!

16 Schüler auf Klassenfahrt – Die Zweite

Diesmal handelt es sich aber nicht um eine eintönige Übernachtung in der Schule. Stattdessen geht es es diesmal nach Jabberwock Island, einem tropischen Archipel in… ja, wo denn eigentlich?

Unsere Lage ist der des ersten Teils der Danganronpa Serie sehr ähnlich, aber zur gleichen Zeit doch das genau Gegenteil. Wieder einmal erwachen wir eines Tages, ohne Erinnerungen daran, wo wir sind oder wie wir hier her gelangt sein. Doch diesmal befinden wir uns nicht im Körper von Protagonist Makoto Naegi, sondern dem des gleichfalls generischen Schülerns Hajime Hinata.

Puh, immerhin sind unsere (neuen?) 16 Schüler nicht in den trostlosen Gängen von Hope’s Peak gefangen, von denen wir mittlerweile wirklich genug gesehen haben. Von hier entkommen können wir hier trotzdem nicht. Obwohl es keine Wände auf Jabberwock Island gibt liegt zwischen den Gestrandeten und der gewohnten Heimat ein kleines Problem: der Ozean.

Hajime hat auch noch ein weiter Problem, denn als scheinbar einziger der 16 Schüler, weiß er nicht warum er überhaupt ein Ultimate sein sollte. Talente? Fehlanzeige. Klar, dass ihn das vor manch einen Kameraden nicht gerade vertrauenswürdig erscheinen lässt.

Magie und Wunder

Magical Girl Miracle Monomi
Lehrerin und Aufpasserin: Monomi

Ganz alleine sind wir auf dieser Klassenfahrt aber nicht, denn natürlich haben wir wie es sich gehört unsere Lehrerin mit dabei: Magical Girl Miracle Monomi!

Monomik setzt sich in starkem Kontrast zu Monokuma für ganz andere Werte ein. Freundschaft, Vertrauen und Hoffung ist all das, was wir auf unserem kleinen Ausflug finden sollen.

Also sammeln wir die Freundschaftsfragmente der Insel und fahren danach fröhlich wieder zusammen nach Hause. Monomie untersützt dabei natürlich ausgiebig mit Vorbereitungen Events und ihrem magischen Zauberstab

oder so der Plan.

Dummerweise scheint Monomi nicht das einzige Plüschtier zu sein, das Zuflucht auf der Insel gesucht hat. Auftritt Nummer 2: Monokuma!

Danganronpa 2: Goodbye Despair - auch hier darf Monokuma nicht fehlen
Der schon wieder: Monokuma ist auch mit von der Partie!

Der schwarz-weiße Teddybär des Todes übernimmt kurzherand die Kontrolle über Jabberwock Island und Monomie, stellt Wächter auf und hat führt mal wieder nichts Gutes im Schilde.

Hope’s Peak und Monokuma

An diesem Punkt sind wir als Spieler etwas verwirrt. Schon wieder 16 Schüler aus Hope’s Peak? Schon wieder Monokuma? Welche Rolle spielt überhaupt Monomi!?

Wir können euch verraten, dass die Events von Danganronpa: Trigger Happy Havoc und Danganronpa 2: Goodbye Despair sich im selben Universum abspielen. An welcher Stelle der Timeline wir uns befinden und wie Monokuma wirklich an seine Macht gelangt, das lassen wir bewusst offen. Wenn Ihr nun herausfinden möchtet, wo sich der rote Faden befindet und wie wir tatsächlich auf diese gottverlassene Insel gelangt sind, wird euch nichts anders übrig bleiben, als euch bis zum Ende der Geschichte durchzuschlagen.

Definitiv einstellen könnt Ihr euch darauf, das ein oder andere Gesicht wieder zu erkennen… oder das zumindest zu denken.

Schon fertig?

Ihr habt das Ende beider Danganronpa Spiele erreicht, würdet aber gerne noch etwas mehr über Geschehnisse auf der mit Verzweiflung gefüllten Welt erfahren?

Poster für Danganronpa 3 Anime
Danganronpa 3: Future & Despair

Dann ist Danganronpa V3: Killing Harmony nicht euer nächster Anlaufpunkt, denn dabei handelt es sich um ein völlig neues und eigenständiges Spiel. Über die geschehnisse des jetzigen Universums werden ihr also nichts erfahren.

Stattdessen findet Ihr was Ihr sucht im Anime Danganronpa 3: The End of Hope Peak’s High School. Dieser hat die außergwöhnliche Eigenschaft, als 2 separate Serien gleichzeitig released worden zu sein – Side: Future & Side: Despair. Es ist angedacht die Folgen einzeln in abwechselnder Reihenfolge, beginnend mit Episode 1 der Future-Seite, anzusehen. Der Anime füllt die Lücken der 2 bekannten Geschichten, ein weiteres Release als Spiel existiert aber leider nicht.

Wenn Ihr das vollständige Erlebnis durchleben möchtet, gilt es vor dem Anime noch ein weiteres Game anzugehen, dessen Story eine der wichtigsten Nebengeschichten erzählt: Danganronpa Another Episode: Ultra Despair Girls. Falls ihr daran kein Interesse habt, ist das aber auch nicht schlimm, denn ihr werdet gar nicht merken, etwas verpasst zu haben.

Oh nein, nicht nochmal

Soll ich’s nochmal tun?

Ganz ehrlich: zum Gameplay gibt es nicht viel zu sagen, außer das was in Danganronpa: Trigger Happy Havoc bereits angesprochen wurde. Vorhanden sind Gameplayelemente ausreichend, großartig ist davon schlussendlich aber nichts. Wenn euch trotzdem interessiert was auf euch zu kommt, lest euch gerne den Gameplay Abschnitt im verlinkten Artikel durch. Na ja, wenn Ihr bis hier gelesen habt, wisst ihr wohl sowieso bereits, was es zu erwarten gibt.

Einige kleine Neuerungen gibt es dennoch in Danganronpa 2: Goodbye Despair und selbstversändlich wollen wir euch diese nicht vorenthalten.

Class Trials – Das Selbe in Grün

Manche Elemente der Class Trials wurden minimal abgehändert oder haben weitere Features erhalten um sie interessanter zu gestalten. Das haben sie durchaus auch geschafft, was aber nicht bedeutet, dass wir es nun mit hervorragender Unterhaltung zu tun haben. Vor allem Hangman’s Gamnbit wurde sehr umfassend angepasst, hier gehen wir aber nicht weiter ins Detail.

Danganronpa glänzt wie vor dann am meisten, wenn wir durch Musik und Geschichte in der Immersion vertieft sind – nicht dann, wenn wir uns auf herumfliegende Buchstaben konzentrieren müssen.

Logic Dive

Der Logic Dive… wir haben eine wichtige Frage an Spike Chunsoft: warum?

Logik Counter!
Logik!? Counter!

Hier surfen wir in einer bunten Röhre durch kleine Hindernisparcours und müssen uns auf Basis von Was-hat-der-Mörder-getan-Entscheidungen auf den richtigen Weg begeben.

Normalerweise gehen wir nicht tiefer auf die Minigames des Class Trial’s ein, aber hier machen wir eine Ausnahme. Selten hat sich ein Feature in einem Spiel so dermaßen Fehl am Platz angefühlt wie der Logic Dive, der weder in sachen Gameplay noch storytechnisch in irgendeiner Art und Weise Sinn macht. Ehrlich: darauf hätte man verzichten können.

Doch selbst der Logic Dive ist zum Glück nicht ganz vorteilslos. Er macht zugegeben etwas mehr Spaß als einige der anderen Minispiele, auch wenn es sich anfühlt wie ein Spiel aus den 80ern. Außerdem sind die Passagen verhältnismäßig einfach und schnell wieder vorbei.

Pets – Sie werden erwachsen!

Danganronpa 2: Goodbye Despair bietet uns noch ein weiteres süßes Extra, dass sich zwar ebenfalls anfühlt als käme es aus dem letzten Jahrhundert, aber zumindest vollkommen optional auftritt: Unser Haustier.

Chibimi – Eine mini Monomi?

Genau genommen ist das Pet – ähnlich einem Tamagochi – nur eine App auf unserem von Monokuma ausgeteilten E-Handbook. Es schlüpft nach einer bestimmten Anzahl von gelaufenen Schritten und entwickelt sich nach einer deutlich höheren Anzahl von Schritten weiter. Dabei zählen nur unsere manuell gelaufenen Schritte, alle Arten von Schnellreisefunktion zählen nicht zum Progress.

Wozu sich unser Haustierchen in Form von Magical Girl Monomi weiterentwickelt hängt von 2 Faktoren ab.

Zum einen wären da die Geschenke, die wir ihr analog zu unseren Mitschülern schenken können. Also seid bitte nicht geizig zu eurem Schützling!

Zum anderen geht es darum, wie hoch oder niedrig ihr die Verzweiflung des Baby’s haltet. Wie wir die Verzweiflung niedrig halten? Indem wir die regelmäßig ausgeschiedenen Häufchen im Kinderzimmer in der Toilette runter spülen! Wie auch sonst? Wenigstens ab und zu sollte man sich darauf schon einlassen, sonst überlebt das Kleine nicht.

Habt ihr etwas hübscheres erziehen können, als das Schweinchen in welchem unsere Erziehung leider geendet ist?

Und das war’s auch schon wieder mit dem Gameplay!

Looove <3

Das Bildmaterial in Danganronpa 2 ist wie auch schon im ersten Teil sehr ansehnlich, aber gleichbleibend gewöhnungsbedürftig. Auch wenn sich offiziell nicht wirklich etwas geändert hat, kommen wir nicht umhin zu bemerken dass die Welt trotzdem deutlich detaillierter und schöner zu sein scheint. Wir glauben das liegt nicht nur daran, dass wir uns auf einer sonnigen Tropeninsel statt in tristen Schulgängen befinden.

Es wurde noch immer auf bunte Farben und absurde Darstellungen gesetzt, hinter den jeweiligen Entscheidungen scheint aber deutlich mehr Überlegung zu stecken. Unser Umfeld schafft es dadurch noch öfter als schon in Trigger Happy Havoc allein durch die Optik Spannung aufzubauen oder uns zum lachen zu bringen!

Danganronpa: Monomi und Hahn
Danganronpa im Rausch: Der Höhepunkt der Spieleindustrie ist erreicht!

Baaaa Babaa Babababababaaa

Man sollte es kaum für möglich halten, aber der Soundtrack von Danganronpa 2 steht seinem Vorgänger in nichts nach. Viele der alten OSTs treten hier erneut auf und sorgen teils sogar für ein kurzweiliges Gefühl der Nostalgie. Wieder einmal spüren wir ganz genau, wie viel Aufwand und Kreativität in die Aufnahmen der Tonspur geflossen ist.

Der Mann hinter der Musik: Masafumi Takada

Oft existieren Tracks in verschiedenen Versionen und Remixen, um sich der momentanen Stimmung optimal anzupassen. Eine liebevolle, beruhigende Melodie kann durch nur wenige Änderungen in der Tonlage ganz schnell für eine Stimmung von regelrechtem Chaos sorgen. Die Musik spielt bewusst mit unseren Gefühlen, achtet aber jederzeit darauf, den Plot nicht zu vorhersehbar zu gesalten.

Ein meisterhafter Soundtrack wird in Danganronpa 2 genau so meisterhaft eingesetzt und sorgt zu jeder Minute unserer Spielzeit für die passende Stimmung. Noch einmal ein riesiges Lob an Komponist an Masafumi Takada.

Mehr!

Auch wenn Danganronpa 2: Goodbye Despair zu Anfang deutlich schneller voran schreitet als die letzte Geschichte, haben wir eine gute Nachricht für die Fans der Serie: Der 2. Teil ist trotz allem ein ganzes Stück länger! Je nachdem wie schnell Ihr lest, könnt Ihr am Ende des Tages netto auf gut und gerne 5-10 Stunden mehr Spielzeit kommen.

Obwohl es deutlich mehr Text zu lesen gibt, steigt dieser leider nur linear, nicht exponentiell an. Denn wie auch zuvor kommen sowohl Audio- als auch Textausgabe ausschließlich in einer Japanischen und einer Englischen Fassung auf euer Gerät.

Damit ein großes „Pech Gehabt“ an diejenigen, die Ihre Games lieber in der Deutschen Sprache genießen möchten. Das ist trotz der brillanten japanischen Version sehr schade, denn durch den Erfolg des ersten Teils sollte man meinen, dass das Budget für ein paar Lokalisierungen drin gewesen sein sollte.

Wie der Vater, so der Sohn

Danganronpa 2: Goodbye Despair bringt alles mit, was auch der Originaltitel Danganronpa: Trigger Happy Havoc geboten hat. Mit einer absurden Story, erinnerungswürdigen Charakteren und einem genialen Soundtrack, bietet uns der 2. Teil dern Danganronpa Reihe genau das was wir erwartet haben.

Trotzdem beherbergt auch dieses Release die gleichen Probleme: Das Gameplay ist zwar ausgefallen, macht aber im Endeffekt nicht wirklich Spaß. Vor allem nach einigen Durchläufen der gleichen Features mit steigendem Schwierigkeitsgrad, wird es fast schon anstrengend sich durch die Spielpassagen zu kämpfen.

Auch bei der Lokalisierung sind wir etwas enttäuscht darüber, dass sich in dieser Hinsicht nichts getan hat. Technisch haben wir hier schlichtweg mehr erwartet.

Durch die exakt gleichen Stärken und Schwäche der zwei Games, ist Danganronpa 2: Goodbye Despair aber genau das, was sich Fans einer Serie wünschen: mehr. Jeder der gefallen am ersten Teil gefunden hat, wird auch hier voll auf seine Kosten kommen, so viel sei versprochen!

Auf Nimmerwiedersehen zusammen, danke für das Erlebnis!

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